Text bei Fröhlich: Sommerlinde, alte Gerichtslinde (lt. Ruppiner Heimathefte 1937). Halbseitig offener mächtiger Erdstamm mit tief herabreichender, zerzauster, teilweise ausgebrochener Krone. Weitere alte Linden an der Mauer hinter der Kirche und außerhalb des Friedhofs an der Ortsdurchfahrt. Daten bei Fröhlich (1994): 600-800 Jahre, Höhe 24 m, Umfang 950 cm, Krone 19 m. Standort: Neben der Kirche auf dem alten Friedhof. Landkreis: Oberhavel.
Besucht in den Jahren: 2003, 2003, 2004, 2007, 2012, 2016, 2017.
Umfang 2017: 962 cm. Photo hier aus dem Jahr 2012. Naturdenkmal: Ja, seit 1931. Baumart: Sommer-Linde, Tilia platyphyllos.
Eigentlich müssen alle drei Linden in einem Atemzug genannt werden, keine sticht hervor, keine ist geringer. Drei Baum-Methusalems jede ein beeindruckender Charakterbaum, knorrig und riesig, gezeichnet von den Jahrhunderten, die sie durchlebt haben. Alle drei hohl und stark.
Die hier vorgestellte Linde ist vom Umfang die stärkste, ein breiter offener, hohler Stammtorso in dem die Gerätschaften des Friedhofs Unterstand finden. Schom 1901 heißt es "Eine derselben ist so hohl, daß 8-10 Personen darin stehen können (HAUCHECORNE 1905).
Quellen: HAUCHCORNE (1905): Forstbotanisches Merkbuch für die Provinz Brandenburg (Entwurf); NDVO (1931): Verordnung über Naturdenkmale im Kreis Ruppin.